ASV Mitglieder auf Angelreisen


Einen großen Stellenwert genießen beim Angelsportverein die Angelreisen in fremde Länder. Schon in den siebziger Jahren erwachte bei verschiedenen Mitgliedern des ASV die Lust neben den heimischen Gewässern auch fremde Meere, Seen und Fjorde mit deren Artenvielfalt zu befischen.
Reiseziel war neben Norwegen, Alaska und Kanada auch Dänemark. Hier waren es zehn Vereinskameraden, welche 1983 zum Abenteuer Meeresangeln in das Land der Nachkommen der Wikinger aufbrachen. Mit viel Ungewissheit, jedoch großer Vorfreude, wurde die Fahrt nach Dänemark begonnen.
Reiseziel war das malerische Örtchen Ebeltoft, an der Ostseeküste gelegen. Damals noch vom Massentourismus verschont, war Ebeltoft für die Angler ein Ort, wo man bis zum heutigen Jubiläumsjahr eine feste Bleibe fand. Denn jährlich organisiert der Angelsportverein für einige seiner Mitglieder diese einwöchige Angeltour. Die Beliebtheit „Meeresangeln hat sich mittlerweile auf mehrere, bis zu vierzehn Mann starke Gruppen ausgeweitet. Neben dem Brandungsangeln sind die Ausfahrten mit dem Kutter die Höhepunkte einer solchen Angelfahrt. Mit dem Kutter „Fortuna und seinem Kapitän Erland Otte schippern wir nun schon seit der Premiere, im November1983, zum Hochseeangeln ins Kattegat rund um die Insel Hjelm



Ausgerüstet mit einer Rute und dem Pilker, einem Kunstköder, fischen wir vom Boot aus in der Regel auf Dorsch.
Der Dorsch oder Kabeljau, ein hervorragender fettarmer Speisefisch, macht bei uns die Faszination Meeresangeln aus. Er ist der Paradefisch in Nord- und Ostsee. Rund 90% groß ist sein Anteil in diesen Gewässern und beißt im Sommer wie im Winter. Die Fische, welche das Schonmaß überschritten haben, werden von uns verwertet, indem sie nach dem Filetieren fachgerecht portioniert, verpackt und in der Gefriertruhe eingefroren werden.
Kopfzerbrechen gibt es oft bei der Auswahl des Pilkers, Anfänglich wurde hier viel Geld ausgegeben, um im Fachgeschäft aus dem riesengroßen Angebot das richtige „Eisen‘ zu kaufen. Mittlerweile wurde ein aufwendiges Hobby daraus, sich die Pilker selbst anzufertigen. Dabei verbirgt sich hinter jedem Eigenbau ein kleines Geheimnis, das darauf wartet wieder „getestet“ zu werden. Sollte einmal eine Angelausfahrt wegen zu starker Winde ausfallen, so bietet Ebeltoft viele Möglichkeiten keine Langeweile aufkommen zu lassen. Pilze suchen in den nahe gelegenen Wäldern oder Angeln in den umliegenden Forellenseen sind nur zwei von vielen Möglichkeiten den Tag zu verbringen. Und halten die Stürme mal länger an, so werden eben auch schon mal die „Götter der Winde“ angebetet ,um dieselben milde zu stimmen.
Manche Fischer fischen Fische, andere werfen ihre Netze auch nach Touristen aus. Auch Ebeltoft blieb vom großen Touristenstrom nicht verschont, so dass wir unseren Kutter und die Ferienhäuser schon ein Jahr im voraus fest buchen müssen. Jedoch ist die Freude groß, wenn wieder einmal eine Angeltour zu Ende geht, sich auf das nächste Jahr zu freuen und den Traum offen zu halten den ganz großen Fisch zu landen.
Andere Interessen, was das Fischen betrifft, verfolgen diejenigen Mitglieder, welche Jahr für Jahr ihren Angelurlaub am bayrischen Kochelsee verbringen. Unterkunft finden sie unter anderem in Schlehdorf, das rund 70km südlich von München im Loissachtal liegt. Schon früh morgens wird mit dem Kahn zu den Fangplätzen gerudert. Neben dem Angeln auf Aal oder Karpfen haben sich die Vereinskollegen auf das Renkenfischen spezialisiert. Auch hier ist der Eigenbau der Nymphen, dem Kunstköder, das Geheimnis eines jeden Anglers.
Wer schon in den Genuss gekommen ist, eine Renke frisch aus dem Räucherofen zu verspeisen, weiß um das Ansinnen der Hobbyangler.
Neben dem Angeln gibt es auch im näheren Umkreis viele Sehenswürdigkeiten des bayrischen Oberlandes zu besichtigen .Abschließend bleibt zu hoffen, dass die Aktivitäten beim Angelsportverein 1920 Lampertheim durch die Angelreisen auch in Zukunft mit dazu beitragen , die Gespräche am Stammtisch nie enden zu lassen.

 

Unser Fischkutter „ Fortuna“


Heinz Staab
2. Vorsitzender